Es ist schon verwunderlich mit welchem Weitblick die Mülheimer Nahverkehrspolitik von statten geht. Der Flughafen Essen-Mülheim ist vor dem AUS (Abwicklung). Das Areal, wenn ich auf dem Stadtplan schaue, hat in etwa die Größe der „Saarner Kuppe“ die in den letzten Jahrzehnten Bebaut worden ist. Diese Bebauung macht sich in den Autoverkehrsströmen in dem Stadtteil Bemerkbar. So darf ich von ausgehen das wir auf dem Gelände des Flughafens ein großes Naturschutzgebiet bekommen, den für die paar Einwohner in Raadt brauchen ja nicht die Gleise erneuert werden. So bleibt unser Grüngürtel, als Naherholung, auch für unsere Älterwerdende Gesellschaft auch weniger Erreichbar. Da ein flächendeckendes Naturschutzgebiet sicher nicht erschlossen wird an der guten lage (A 52), finde ich es fatal das RAADT von der Gleisanbindung an die Mülheimer City ausgeschlossen werden soll (Linie 104). Der Zeitgeist beim ÖPNV ist Beispielsweise in Oberhausen ein anderer, dort wird bis 2017 eine Gleis-Trasse Errichtet die das Centro mit dem Gleisnetz in Essen-Frintrop Anbindet. Für diese 3,3 km wurden 77 Mio € Veranschlagt von denen 65 Mio € das Land finanziert. (NRZ/WAZ-MH 19.06.2012). So ist in der am dicht besiedelten Region Europas die „erste Ringbahn“ möglich die drei Städte verbindet. Ein Anfang in der „Metropole Ruhr“.

Bus statt Bahn? ein Irrweg im ÖPNV. Prof. Heiner Monheim