Leserbrief: Zum Artikel „Weg mit den GmbH`s“ vom 25.07.2012 Mülheimer Woche

Den Gedanken der Rückführung von teils hoheitlichen Dienstleistungen, die in privatrechtliche Gesellschaften in Mülheim überführt worden sind, finde ich gut.

Wir, die Bürger, sind nicht als Stadt die einzige Gesellschafterin bei diesen Unternehmen. Es ist noch das Unternehmen RWE mit im Boot, an dem wiederum das Unternehmen „Stadt Mülheim“ (wir!) Gesellschafterin ist und unsere Oberbürgermeisterin dort ein Aufsichtsratssitz innehat.

Wenn ich davon ausgehe, dass ein Unternehmen zum Wohle seiner Anteilseigner arbeiten soll, dann gibt es für mich keine ersichtlichen Gründe, die gegen eine Rekommunalisierung sprechen.

Es entfallen einige Geschäftsführer und es müssen keine Aktionäre von RWE bedient werden.

Doch wie könnte das gehen bei der Kassenlage?

Bei den deutschen Autobauern VW & Porsche ging anfang Juli durch die Presse, dass sie zur anstehenden Fusion eine betriebliche Umorganisation vollzogen haben und Anteile gegenseitig verschoben wurden, wodurch sie steuerlich gut weg gekommen sind.

Auf unsere Verhältnisse übertragen: Die Gesellschaft „Stadt Mülheim“ hat Anteile an RWE. Somit müsste es doch zu machen sein, dass die Gesellschafter-Anteile von RWE eingetauscht werden, um eine Rekommunalisierung zu finanzieren!

Es wurden schon einmal zur Medl-Gründung SWB-Anteile von der Gesellschafterin „Stadt Mülheim“ eingebracht.

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